Die Gebäude Croix d’Or und Madeleine, erbaut 1902 und 1924, wurden im Laufe ihrer Geschichte mehrfach umgebaut, unter anderem durch den in zwei Etappen errichteten Verbindungsbau (1973 und 2000). Beide Gebäude sind heute aufgrund ihres Ensemblewerts in das Inventar der Kommission für Denkmäler, Natur und Landschaft (CMNS) des Kantons Genf aufgenommen.
Die Tragstrukturen bestehen aus Natursteinmauerwerksfassaden, in denen die heterogenen Geschossdecken auf einer Stahlrahmenkonstruktion und Mauerwerkswänden aufliegen. Die Bodenplatte des Untergeschosses liegt unterhalb des Grundwasserspiegels.
Aufgrund des stark verschlechterten Zustands der Tragwerke ist eine umfassende Sanierung erforderlich, um den heutigen Normen zu entsprechen. Die Fundationen werden mit Minijetting-Säulen verstärkt. Stahlstützen, Unterzüge und Träger werden durch angeschweißte Stahlplatten verstärkt. Dünne Stahlbetondecken erhalten eine zusätzliche Schicht aus UHPC und Durchstanzbewehrung. Holzbalkendecken werden zu Holz-Beton-Verbunddecken umgebaut. Die Treppenhäuser werden instand gesetzt. Die neuen Nutzungen erfordern Unterfangungsarbeiten sowie eine Erweiterung des Untergeschosses mittels einer sequenziellen Minijetting-Säulenwand.
Bis 2026 sollen die modernisierten Gebäude, den heutigen Anforderungen entsprechend, dem Bauherrn übergeben werden, um die gewerbliche Nutzung im Bereich der „Rues Basses“, dem Geschäftsviertel im Stadtzentrum von Genf, fortzusetzen.
Bauherrschaft
Redevco GmbH, Düsseldorf, Deutschland
Architekt
CCHE, Genf
Bauingenieur
INGPHI SA, Lausanne
Bauunternehmen
Belloni SA (Rohbau)
Alfer construction SA (Stahlbau)
Implenia SA (Besondere Arbeiten)
Ateliers Casaï SA (Holztragwerk)
Erbrachte Leistungen
31, 32, 33, 41, 51, 52
Technische Merkmale
Denkmalschutz, Erhaltung bestehender Tragstrukturen, Sanierung, seismische Nachweise, Minijet-Säulen, Unterfangungen, Verstärkung von Stahltragwerken, UHPC, Holz-Beton- und Stahl-Beton-Verbunddecken.
Bauzeit
2018 - 2026













