Zwischen dem höher gelegenen Château-Gebäude und dem tiefer gelegenen Gebäude der Gesundheitsschule stellt eine neue Passerelle die Verbindung wieder her. Sie begleitet die Transformation des Standorts und verbessert die Erschliessung, die Barrierefreiheit und die funktionale Kohärenz der Gesamtanlage.
Das historische Gebäude auf Höhe des Place du Château überragt das Hauptgebäude der Gesundheitsschule, das tiefer gelegen in der Nähe des Place du Nord steht. Über viele Jahre waren die beiden Gebäude durch eine Betonpasserelle verbunden und bildeten eine funktionale Einheit mit Unterrichtsräumen auf verschiedenen Ebenen. Da diese Verbindung die heutigen Anforderungen an den Brandschutz und die Barrierefreiheit für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht mehr erfüllte, musste sie ersetzt werden.
Die Wiederherstellung dieser wichtigen Verbindung erfolgt durch den Bau einer neuen Passerelle, die eng mit der Erweiterung des Gebäudes der Gesundheitsschule verknüpft ist. Die Erweiterung wurde für die Integration der Treppenhäuser und des Aufzugs konzipiert, schafft zusätzliche Flächen im Hauptgebäude und stellt einen Teil der erforderlichen Auflager für die Passerelle bereit. Die Passerelle wird das oberste Geschoss des Gebäudes der Gesundheitsschule mit dem Erdgeschoss des Château-Gebäudes verbinden. Ihre Tragstruktur besteht aus Schweizer Holz und verwendet ein Fachwerksystem, das die notwendige Spannweite zwischen den beiden Gebäuden gewährleistet. Die vollständig überdachte Passerelle schützt die Nutzerinnen und Nutzer vor Witterungseinflüssen und verbessert gleichzeitig die Zugänglichkeit des Standorts, insbesondere für Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Die Montage stellt eine besonders anspruchsvolle Aufgabe dar. Da die Baustelle nicht direkt zugänglich ist, müssen die Elemente der Passerelle mithilfe eines Krans über das Gebäude der Gesundheitsschule gehoben werden. Dies erfolgt in einem dicht bebauten städtischen Umfeld, das eine enge Koordination aller Beteiligten erfordert.
Langfristig wird diese neue Verbindung Teil einer umfassenderen Gestaltung sein, die auch den Bau einer Terrasse zwischen den beiden Gebäuden umfasst. Entsprechend dem im Projekt verfolgten Wiederverwendungsansatz besteht diese aus Platten, die aus dem Rückbau einer ehemaligen Aussenwand der Gesundheitsschule stammen. Sie wurden auf die erforderlichen Abmessungen zugeschnitten und für ihre neue Nutzung verstärkt.





