Die Uberfuhrung La Redoute ist ein in den 1920er-Jahren errichtetes Mauerwerksgewölbe. Die bestehende Brücke überquert den SBB-Einschnitt, in welchem die beiden Gleise der Bahnstrecke Lausanne-Genf verlaufen. Das bestehende Bauwerk mit einer Breite von 3.70 m verfügt lediglich über eine Fahrspur. Zudem lässt das Mauerwerksgewölbe die Verbreiterung des SBB-Einschnitts für den Bau eines dritten Bahngleises nicht zu.
Das Ingenieurbüro INGPHI wurde von der Stadt Nyon mit der Planung und Realisierung eines neuen Bauwerks beauftragt, das den neuen Anforderungen des Strassenverkehrs und des Bahnbetriebs Rechnung trägt. Die gewählte Lösung besteht in der Erstellung einer neuen Brücke über dem bestehenden Gewölbe. Zunächst wurden hinter der bestehenden Brücke neue Pfahlfundationen erstellt. Anschliessend wurden die beiden vorgespannten Stahlbetonträger nacheinander vor Ort vorfabriziert, wobei das bestehende Brückendeck als Arbeits- und Schalungsfläche genutzt wurde. Die Träger wurden mithilfe von Autokranen im Rahmen von zwei nächtlichen Sperrpausen beidseits des bestehenden Bauwerks eingebaut, während denen der Bahnverkehr unterbrochen wurde. Anschliessend wurden die Betonfahrbahnplatte sowie die Abdichtungs- und Belagsarbeiten ausgeführt.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Nyon und Prangins sowie mit den SBB realisiert. Sowohl in der Planungs- als auch in der Bauphase wurden sämtliche Massnahmen getroffen, um die Sicherheit des Bahnbetriebs zu gewährleisten. Das bestehende Mauerwerksgewölbe bleibt trotz Ausserbetriebsetzung erhalten, bis betriebliche Bahnmassnahmen für seinen Rückbau vorgesehen sind.
Bauherrschaft
Stadt Nyon
Gemeinde PranginsBauingenieur und Geotechnikingenieur
INGPHI SA
Bauunternehmen
Dénériaz SA
Erbrachte Leistungen
Vorprojekt, Bauprojekt, Ausschreibungsdossier, Ausführungsprojekt, Bauleitung
Technische Daten
Länge : 32 m
Breite : 8.10 mRealisierungszeitraum
2021 - 2022






