Eine komplexe und nachhaltige Transformation im fortschreitenden Bauprozess

Modernisierung der Infrastrukturen, anspruchsvolle Eingriffe in Molasse sowie die Integration nachhaltiger Materialien: Das Projekt ESSanté zeigt eine Baustelle, auf der Ingenieurwesen, Koordination und Wiederverwendung Hand in Hand gehen.

Die Um- und Erweiterungsarbeiten der Schule ESSanté in Lausanne schreiten voran. Das Projekt zielt darauf ab, die bestehenden Infrastrukturen zu modernisieren, um die Zugänglichkeit, die internen Wegeführungen und die Unterrichtsbedingungen zu verbessern, verbunden mit einem Bauansatz, der auf Wiederverwendung und nachhaltige Materialien ausgerichtet ist. Vorgesehen sind die Öffnung der Fassade des Gebäudes Couvaloup zur Integration einer Stahlbetonerweiterung mit einem neuen Treppenhaus und einem Lift sowie die Instandsetzung des Bestandsgebäudes. Eine Terrasse aus wiederverwendeten Platten ergänzt das Ensemble, während eine Holzpasserelle Couvaloup mit dem historischen Schlossgebäude verbinden wird, um die Verbindungen zwischen beiden Baukörpern zu erleichtern.

Der erste Schritt der Baustelle bestand in einer punktuellen Aushubarbeit im Molassefelsen hinter dem Gebäude. Dieser heikle Eingriff erforderte die Installation passiver Anker, um die Wand vor dem weiteren Baufortschritt zu stabilisieren.

Anschliessend konnten die Maurerarbeiten beginnen. Die Fassade ist heute nahezu vollständig abgebrochen, und ein Teil des Gebäudes ruht vorübergehend auf Stützen, um strukturelle Eingriffe zu ermöglichen. Parallel nimmt die Erweiterung in Stahlbeton Form an: Die ersten Wände des Erdgeschosses wurden betoniert und ausgeschalt, und die Koepfe der bestehenden Traeger werden für die Verbindung mit dem neuen Stahlbetontraeger vorbereitet, der für die zukünftige Erweiterungsdecke erforderlich ist.

Die kuenftige Holzpasserelle, ein Schluesselelement des Projekts, erfordert eine praezise Koordination zwischen den beteiligten Unternehmen. Sie wird sich sowohl auf die Schlossfassade stützen – was bedeutende Kernbohrungen erfordert – als auch auf die neue Stahlbetonstruktur der Erweiterung. Diese Vorausplanung ist entscheidend für eine kontrollierte und sichere Montage.

Die Teams von INGPHi sind besonders in die Bearbeitung der komplexen Schnittstellen zwischen Bestandsstruktur, Betonerweiterung und kuenftiger Holzpasserelle eingebunden und sichern einen kohärenten und sicheren Baufortschritt.

Die Baustelle ESSanté verdeutlicht die Kombination aus komplexen technischen Eingriffen, anspruchsvollen geotechnischen Randbedingungen und einem auf Wiederverwendung und nachhaltige Materialien ausgerichteten Bauansatz.

 

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Kurzüberblick: Stand der Baustelle

Abgeschlossene Arbeiten

  • Aushub im Molassefelsen
  • Stabilisierung der Wand mittels passiver Anker

 

Laufende Arbeiten

  • Abbruch der Nordfassade für das Treppenhaus und den Lift
  • Beginn des Rohbaus der Erweiterung (Erdgeschosswaende betoniert und ausgeschalt)
  • Vorbereitung der bestehenden Traeger

 

Naechste Schritte

  • Fortsetzung des Rohbaus: Treppen EG, Decke EG, Stuetzen EG und Waende 1. OG
  • Erstellung des Stahlbetonauflagers an der Schlossfassade für die Terrasse aus wiederverwendeten Platten sowie Koordination mit dem bestehenden Gerüst
  • Vorbereitung der Auflager der kuenftigen Holzpasserelle
  • Interner Unternehmensabgleich für die Montage der Passerelle (Verbindung Schloss–Couvaloup)
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