Die Passerelle du Lignon überquert die Rhone zwischen Loëx und Le Lignon (GE). Sie wurde 1971 in Betrieb genommen und trägt eine Pipeline für den Transport raffinierter Kohlenwasserstoffe in die Region Genf. Das Bauwerk wird zudem vom Langsamverkehr genutzt. Die Konstruktion besteht aus einem 136 m weit spannenden Spannbandträger, der durch vier Vorspannkabel getragen wird. Diese sind in Stahlbetonwiderlagern verankert, die auf Fels gegründet und mit vorgespannten Ankern gesichert sind.
Im Rahmen des Instandsetzungsprojekts wurden Untersuchungen durchgeführt, um die strukturelle Sicherheit des Bauwerks zu beurteilen und die für seine langfristige Erhaltung notwendigen Verstärkungsmassnahmen festzulegen.
Die Arbeiten umfassten insbesondere die Verstärkung der Widerlager mittels neuer instrumentierter Vorspannanker, welche die langfristige Überwachung der Verankerungskräfte ermöglichen.
Die Arbeiten erfolgten unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen, geprägt durch die Rhone, eine Grundwasserschutzzone, herausfordernde geotechnische Verhältnisse sowie eine Leitung von wesentlicher Bedeutung, die während der gesamten Bauzeit in Betrieb blieb. Dies erforderte eine sorgfältige Planung und angepasste Ausführungsmethoden. Dadurch konnten sowohl der Betrieb der Pipeline als auch die Nutzung der Passerelle jederzeit sichergestellt werden.
Im Rahmen der Nachweise und nach Abschluss der Arbeiten wurde ein Überwachungskonzept eingeführt. Dabei werden die Kräfte in den Verankerungen sowie die Durchbiegungen der Kabel kontrolliert, und der Betrieb wird durch festgelegte Schwellenwerte begrenzt.
Die ausgeführten Massnahmen gewährleisten heute die Sicherheit und Dauerhaftigkeit dieses besonderen Bauwerks und sichern dessen langfristigen Betrieb.
Bauherrschaft
SAPPRO
Bauingenieur
INGPHI SA, Lausanne
Erbrachte Leistungen
Zustandsanalyse und Sicherheitsstudien, Instandsetzungsprojekt, Ausschreibung, Bauausführung, Überwachungskonzept
Realisierungszeitraum
2022 - 2023





