Der interkommunale Verband für die Abwasserreinigung der Côte (APEC) plant den Bau einer neuen Abwasserreinigungsanlage (ARA) auf dem Gelände Lavasson in der Gemeinde Gland. Die bestehende ARA hat ihre maximale Kapazität erreicht und kann zukünftige Laststeigerungen nicht mehr bewältigen. Die neue Anlage mit einer Kapazität von 70’000 Einwohnerwerten (EW) wird den Gewässerschutz durch die Einführung der Behandlung von Stickstoff und Mikroverunreinigungen deutlich verbessern, welche in der bestehenden Anlage fehlen.
Die ARA gliedert sich in fünf Hauptbereiche: Verwaltungsgebäude, Vorbehandlungsgebäude mit Primärklärbecken, biologische Becken mit Sekundärklärung, Anlage zur Behandlung von Mikroverunreinigungen, und Schlammbehandlungsgebäude.
Der Bau der ARA erfordert einen Aushub von 4 bis 5 m Tiefe mit einem Gesamtvolumen von rund 40’000 m³. Ein Teil des ausgehobenen Materials wird für die Wiederverfüllung wiederverwendet.
Die Becken und unterirdischen Strukturen werden aus wasserdichtem Stahlbeton und Spannbeton erstellt. Die Dichtigkeit ist für die Becken von innen und für die unterirdischen Bauwerke von aussen sicherzustellen, da diese einer Wasserdruckbelastung von etwa 1 m ausgesetzt sind.
Die Tragstruktur des Verwaltungsgebäudes sowie die oberirdischen Tragwerke der übrigen Gebäude werden überwiegend aus Holz gefertigt, das hauptsächlich aus lokaler Herkunft stammt. Einige Mitgliedsgemeinden der APEC besitzen Waldflächen, die das erforderliche Bauholz liefern können.
Das Projekt wird mit BIM entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit den Partnern der Planungsgemeinschaft (Anlageningenieur, Bauingenieur, HLK-, Elektro- und Prozessleittechnikingenieur) sowie mit dem Architekten und dem Landschaftsarchitekten koordiniert.
Bauherrschaft
APEC
Bauingenieur, koordinierender Architekt und BIM
INGPHI SA
Ingenieur für hydraulische Ausrüstung
Holinger SA
Architekt
A. Cornaz + Associés Sàrl
Erbrachte Leistungen
Vorprojekt
BauprojektRealisierungszeitraum
2022 - 2026













