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Verbreiterung «Grand Pont»

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Die vom Ingenieur Adrien Pichard entworfene «Grand Pont» befindet sich im Zentrum der Stadt Lausanne. Sie stellt die Ost-West-Verbindung auf der inneren Ringstrasse sicher. Die 1844 errichtete Brücke ist eine Brücke mit zwei Bogengängen übereinander, die 170 m lang ist. Der untere Teil, der aus 6 Bögen besteht, ist bei der Auffüllung des Tales von Flon in der Erde hinterfüllt worden. Der obere Teil mit 19 Bögen ist heute immer noch sichtbar.

Das Verbreiterungsprojekt gehört zur Entwicklung der Achsen zwischen Lausanne und Morges und insbesondere der Nutzung der Busse auf hohem Niveau. Die Verbreiterung des Überbaus wird den verschiedenen Benutzern mehr Raum und mehr Komfort bieten: Bussen, Radfahrern und Fussgängern. Die Verbreiterung der Überführung von 15 m auf 17,10 wird durch den Einbau einer vorgespannten, monolithischen Betonplatte erreicht, aufgrund derer der vorhandene Überbau aus Streben und Platten für die Bürgersteige entfernt werden kann.

Wegen des historischen Wertes des Bauwerks ist die Entwicklung des Projekts vom Architekturamt der Stadt Lausanne und vom Denkmalschutz des Kantons Vaud begleitet worden. Entsprechende Vereinbarungen haben es möglich gemacht, am Einbau der Platte auf der Unterstützungsebene und an der Bearbeitung der Details bei Brüstung, Geländer und Masten zu arbeiten. Das so entwickelte Projekt zeichnet sich durch Einfachheit und Ruhe aus, und kein Element stört den Rhythmus der Bögen von 1844.

Der neue Überbau ist eine Platte aus vorgespanntem Beton, deren Höhe zwischen 25 cm bei der Auskragung bis zu 40 cm beim Auflager auf den Steinbögen variiert. Diese Platte hat eine Tragweite von 3,90 m und trägt die Fusswege, aber sie ist auch für den ausserordentlichen Lastfall eines Anpralls von Strassenfahrzeugen dimensioniert. Die Platte ist total vorgespannt und ermöglicht so eine langfristige Dauerhaftigkeit des Betons ohne Rissbildung. Eine Vollflächige Bitumenabdichtung auf dem gesamten Bauwerk ist ebenfalls vorgesehen. Der Bau eines neuen Betonüberbaus und einer Abdichtung ermöglicht auch eine Sanierung der vorhandenen Konstruktion, bei der an vielen Stellen Wasser eingedrungen ist, und eine grössere Stabilität des Bauwerks. Dadurch wird auch eine bessere Ausnutzung der Räumlichkeiten unter den Bögen möglich.

Das neue Geländer ist 2005 im Rahmen eines Wettbewerbes vorgeschlagen worden. Es besteht aus vertikalen Metallstäben, die der Belastung durch Anprall eines Fahrzeug widerstehen sollen.

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Karte Lokalisation

Lausanne (VD)

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