Im Rahmen des Wettbewerbs für den Fussgängersteg Illarsaz hinterfragte das Ingenieurbüro INGPHI die Relevanz der Erstellung und Zugänglichkeit einer dauerhaften Insel. Anstatt dem Rhein eine Insel aufzuzwingen, schlug es einen Hänge-Steg vor, der den Fluss ohne Zwischenstützen überspannt und zwischen den beiden Widerlagern verankert ist (3. Rang, 2. Auszeichnung).
So spannt sich der neue Steg von Ufer zu Ufer und überquert die geschützte Insel. Wie ein gespanntes Band verbindet er die Ufer, ohne sich der Insel aufzudrängen – ein Symbol für den feinen Dialog und die kontrollierte Spannung zwischen Natur und menschlicher Struktur.
Der Steg ist nicht mehr nur ein Übergang: Er wird zu einem Zeugnis. Ein Zeugnis der Fähigkeit des Menschen, zu schaffen, ohne zu zerstören, zu verbinden, ohne zu besitzen. Er verkörpert eine andere Art des Bauens: zurückhaltend, aufmerksam, beinahe unauffällig. Eine Aussichtsplattform, die über einem Raum schwebt, der im Rhythmus der Natur pulsiert, wo die Insel atmet, sich wandelt und sich den Bewegungen des Lebendigen anpasst.




